
Hausschatz deutscher Balladen
4 CD mit 304 Minuten 19,95 €
ISBN: 978-3-89964-330-5
Die Ballade – eine alte Form in neuem Gewand:
hier wird sie geflüstert, gehaucht und gesungen.
Großartige Sprecher interpretieren sie neu, die Gedichte von Heldentaten und
Schicksalsschlägen,
von Unheimlichem und Unglaublichem.
Diese Sammlung ist ein Schatz – dank
Boris Aljinovic, Mathieu Carrière, Andreas
Fröhlich, Eva Mattes,
Ulrich Matthes, Christian Rode, Anna
Thalbach und Udo Wachtveitl.
Musikalisch setzt Thomas Quasthoff Höhepunkte durch
zehn Lieder des „Balladenkönigs“ Carl Loewe (1796-1869).
Autoren:
Achim von Arnim, Clemens Brentano, Bertolt Brecht, Gottfried August Bürger,
Wilhelm Busch, Adelbert von Chamisso, Annette von Droste-Hülshoff,
Joseph von Eichendorff, Heinz Erhardt, Theodor Fontane, Ferdinand Freiligrath,
Emanuel Geibel, Johann Wolfgang Goethe, Anastasius Grün, Karoline von Günderrode,
Ulla Hahn, Wilhelm Hauff, Christian Friedrich Hebbel, Heinrich Heine,
Johann Gottfried Herder, Georg Herwegh, Georg Heym, Hugo von Hofmannsthal,
Ludwig Christoph Heinrich Hölty, Arno Holz, Mascha Kaléko, Erich Kästner,
Klabund,
Heinrich von Kleist, Nikolaus Lenau, Detlev von Liliencron, Hermann Löns,
Conrad Ferdinand Meyer, Christian Morgenstern, Eduard Mörike, Alexander Moszkowski, Erich Mühsam,
Helga M. Novak, Novalis, Gottlieb Konrad Pfeffel, August von Platen, Rainer
Maria Rilke, Joachim Ringelnatz, Friedrich Rückert, Friedrich Schiller, Aloys
Wilhelm Schreiber,
Christian Friedrich Daniel Schubart, Johann Gabriel Seidl, Karl Joseph Simrock,
Carl Friedrich Georg Spitteler, Theodor Storm, Moritz Graf von Strachwitz,
Ludwig Thoma,
Georg Trakl, Kurt Tucholsky, Ludwig Uhland, Johann Nepomuk Vogl, Johann Heinrich
Voß, Frank Wedekind
Und so tanzten sie wie rasend
Viermal um den Saal herum,
Da stürzt Meyer – bauz – erblassend
Tot mitsamt Isolden um.
Wilhelm Busch Meyer und Isolde
Gott sei Dank endet Tanz nicht immer – bauz – wie bei Wilhelm Busch. Aber Tod
und Tanz hängen häufig zusammen, zumindest in Balladen. Doch der Reihe nach:
Die Ballade war ursprünglich ein Tanzlied (mittel-lateinisch ballare = tanzen)
und verbreitete sich von Frankreich aus in ganz Europa. Sie kommt als anonyme
Volksballade ebenso wie als Kunstballade berühmter Dichter vor. Immer erzählt
sie eine Geschichte, meist in gereimter Form. Oft handelt sie vom Tod, manchmal
vom Totentanz (Der Kehraus).
Dieser Hausschatz deutscher Balladen ist locker um folgende Inhalte geordnet:
Nachdem einmal die Welt erschaffen ist und die Kunst ihren
Platz bei Gott gefunden hat (Teilung der Erde), kommt gleich das
wichtigste aller Themen zur Sprache –
die Liebe in ihren verschiedenen Facetten. Sodann wird ein
Blick auf vorbildliche
– und weniger vorbildliche – Lebensläufe geworfen (Das Lied
von der Glocke, Asket), was uns der Politik (Die Aufklärung)
und leider auch dem Krieg (Legende vom toten Soldaten)
näher bringt. Immer wieder stehen Menschen vor Bewährungsproben und beweisen
Charakter (Die Weiber von Weinsberg), andere versagen
(Der tugendhafte Hund).
Wird das Schicksal eingreifen (Der Ring des Polykrates)?
Bringt es Tod und Verderben (’s ist Mitternacht)? Nur selten
liegt Trost bei Gott (Wie sag ich’s meinem Kinde) –
aber immer in der Kunst (Das Lied vom armen Kind).
In Wies’ und Feld, in Wald und Au’,
Horch, welch ein süßer Schall!
Johann Nepomuk Vogl Heinrich der Vogler
Der „Balladenkönig“ Carl Loewe (*1796 bei Halle †1869 bei
Kiel) arbeitete als Kantor und Organist in Stettin. Er komponierte über 400
Lieder nach Balladentexten. Seine Musik steht den Kompositionen Schuberts und
Schumanns in nichts nach – man höre nur Herr Oluf, Harald) oder Odins Meeresritt.
